Newsarchiv 2012

Kreutzpointner-Kompetenz für neues Fluglotsen-Center

München/Burghausen, 21.12.2012. Für ihr laufendes Großprojekt, das neue Fluglotsen-Center der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Flughafen München, mobilisiert die Elektro Kreutzpointner fast das ganze Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe: Die federführende Kreutzpointner-Gebäudetechnik stemmt zusammen mit dem Schaltanlagenbau, der Ingenieurtechnik, der Fernmeldetechnik und einem Team der rumänischen Unternehmensschwester AER Srl. ein Elektromontage-Projekt im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die DFS errichtet am Flughafen München neben dem Urlauberparkplatz P41 ein neues Fluglotsen-Center. Für das 15 000 Quadratmeter große und vier Stockwerke hohe Gebäude investiert DFS 40 Millionen Euro. Seit April 2012 ist direkt an der Baustelle an sechs Tagen die Woche ein bis zu 30köpfiges Gebäudetechnik-Team tätig. Hinzu kommen – je nach Anlieferung der Schaltanlagen – ein bis zwei Mitarbeiter des Burghauser Schaltanlagenbaus, um vor Ort die Einzelschränke nach der Montage untereinander zu verbinden. Im Vorfeld sind seit Mai bis in den Dezember im Durchschnitt acht Mitarbeiter des Schaltanlagenbaus mit der Produktion der DFS-Schaltanlagen beschäftigt: 120 Hauptverteiler-Schränke und bis zu 80 Unterverteiler werden zum Großteil in hochwertigen Siemens Sivacon Systemen ausgeführt. Bis zu neun Mitarbeiter der Ingenieurtechnik sorgen für die Montageplanung und Dokumentation sowie für Steuerungstechnik und Visualisierung. Für Montagearbeiten sind acht AER-Kollegen vor Ort im Einsatz.

90 Prozent der Technik nur für den Lotsen-Betriebsraum
„Im Gebäude dreht sich fast alles um die Versorgung des Lotsen-Betriebsraums mit Kälte-, Lüftungs- und Elektrotechnik“, erklärt der Leiter an der Kreutzpointner-Baustelle, Christian Gryt: 90 Prozent des Gebäudes versorgen diesen 1.650 Quadratmeter großen Raum, von dem aus künftig mehr als 1,5 Millionen Flüge jährlich sicher gelenkt werden müssen. „Die gesamte Technik ist doppelt redundant vorhanden, um auch bei einem Ausfall für perfekte Sicherheit zu sorgen“, ergänzt Kreutzpointner-Projektleiter Fritz Rottler. So sind auch die elektrotechnischen Dimensionen gewaltig: Zwei Mittelspannungsanlagen, vier Trafos, zwei Diesel-Notstromanlagen (12-Zylinder-Turbolader-Schiffsmotoren mit je 1,8 MVA Leistung und je 12 Tonnen Gewicht), vier Anlagen für unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie zahllose Haupt- und Unterverteiler, Beleuchtungstechnik und Sicherheitsbeleuchtung (allein über 600 Sonderleuchten für den Lotsenbetriebsraum), Störmelde-MSR und schließlich die umfangreiche Visualisierung.

„Der nebenan laufende DFS-Betrieb und der gesamte Flughafen werden dadurch nicht beeinträchtigt“, betonen Rottler und Gryt. Die Arbeit des Kreutzpointner-Teams am Großprojekt DFS wird noch bis zur Abnahme im November 2013 weitergehen. Bis 2017 wird das gesamte Gebäude mit Schwerpunkt auf dem Lotsenraum in eine Testphase und anschließend erst in Betrieb gehen.  

2013: Projekte im zweistelligen Millionenbereich
„Neben dem DFS-Projekt und weiteren laufenden Großprojekten in ganz Südbayern sind die Gebäudetechnik und weitere Fachbereiche des Unternehmens auch 2013 voll gefordert“, informiert Bernhard Ehegartner, Leiter der Kreutzpointner-Gebäudetechnik. Beispielsweise mit der Erstellung der kompletten Elektroinfrastruktur für Stark- und Schwachstrom für das neue Dienstleistungs- und Facharztzentrum (DIFAZ) an der Kreisklinik Altötting: 25 Millionen Euro investiert hier der Landkreis in die beiden rund 11 000 Quadratmeter Flächen umfassenden Gebäude, 2014 soll es in Betrieb gehen. Weitere Schwerpunkte werden beispielsweise laut Ehegartner auf Gebäudetechnik-Aufträgen von international tätigen Versicherungskonzernen in München, der IBM in Nürnberg oder der neuen Feuerwache der InfraServ Gendorf in Burgkirchen liegen. „Wir werden 2013 Projekte im zweistelligen Millionenbereich bewegen“, so Ehegartner.

mko

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