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Vom „Hilfsarbeiter“ zum Leiter der „Kreutzpointner-Akademie“

Andreas Hochecker hat sich mit Firmenhilfe „nach oben“ weitergebildet

Burghausen, 06.06.2019. Angefangen hat er als 22jährige Hilfskraft bei der Burghauser Traditionsfirma Elektro Kreutzpointner, heute ist Andreas Hochecker Leiter der „Kreutzpointner-Akademie“ für die firmeninterne Förderung von Auszubildenden und Mitarbeitern im international tätigen Elektrotechnik-Unternehmen. Und noch dazu ist er „Bundestrainer“ der deutschen Nationalmannschaft Anlagenelektrik bei den WorldSkills-Berufswettbewerben. „Eine harte Tour, aber es hat sich gelohnt“ grinst der Niederbayer selbstbewusst.

2006 wurde der gelernte Radio- und TV-Techniker – das Know how für 400-Volt-Hausinstallationen war auch inklusive – als „Elektrohelfer“ im gut 120köpfigen Kreutzpointner-Stützpunkt im Wacker-Werk Burghausen eingestellt. „Da war ich also – nur knapp über der Azubi-Stufe stehend, ein Hilfsarbeiter“, sagt Andreas Hochecker (35) schmunzelnd. Wie er selbst sagt, hat er damals „die Zähne zusammengebissen und mir von 2006 bis Anfang 2008 die Betriebspraxis von A bis Z reingezogen“. Dann erhielt er seine eigene Baustelle im Rechenzentrum des Wacker-Werks, zuerst als „One-Man-Show“, dann mit sieben Mitarbeitern.

Hier bereitete er sich für weitere Klimmzüge auf der „Kreutzpointner-Karriereleiter“ vor: „Ich habe auf die harte Tour weiter gemacht und von 2010 bis 2011 als Freigestellter den Meister für Energie- und Gebäudetechnik an der Handwerkskammer Landshut gemacht.“ Die Firma hatte es ihm gleich belohnt: Von 2011 bis Herbst 2018 leitete Hochecker eine selbständige Stützpunkt-Einheit von Kreutzpointner im Wacker-Werk.

„Bundestrainer“ der deutschen Anlagenelektrik-Azubis
Vom „Bildungsvirus“ endgültig angesteckt entdeckte Andreas Hochecker seine Leidenschaft für die Unterstützung von Elektrotechnik-Auszubildenden: Er wurde zunächst „Experte Anlagenelektrik“ bei „WorldSkills Germany“ und ist in den letzten Jahren sogar zu einer Art „Bundestrainer“ der deutschen Anlagenelektrik-Azubis geworden, die sich für die internationalen WorldSkills-Berufswettbewerbe qualifiziert haben. „Auch diese langjährige Erfahrung hat ihn als ideale Besetzung für den Aufbau und die Leitung unserer neuen firmeninternen Schulungs- und Weiterbildungsakademie prädestiniert“, zeigt sich Firmenchef Fritz Kreutzpointner stolz: „Unseren Andreas haben wir kräftig unterstützt und er hat bewiesen, dass man es bei uns mit viel persönlichem Weiterbildungsengagement in kurzer Zeit vom Azubi oder einfachen Mitarbeiter bis zur Führungskraft bringen kann!“

Im September 2018 ist die „Kreutzpointner-Akademie“ in Burghausen mit Andreas Hochecker als Leiter gestartet, seither gibt er sein Knowhow an die Kurs-Teilnehmer der Akademie weiter. „Das sind nicht nur vertiefender fachlicher Unterricht und Praxisübungen für die Auszubildenden, sondern erstreckt sich z. B. ebenso auf Weiterbildungsangebote inklusive gezielter Prüfungsvorbereitungen für unsere Elektro-Fachkräfte“, so Hochecker. Und Kreutzpointner stellt ihn auch weiterhin für seine WorldSkills-„Leidenschaft“ frei: „Ich bin im Juni 2019 im WorldSkills China Trainingscamp in Shangdong mit drei weiteren Nationen – da braucht mich unser deutsches Azubiteam, wir wollen ja bestmöglich abschneiden!“ Sagt die ehemalige „Elektro-Hilfskraft“ und verschwindet Richtung Flughafen…

mko

 

Andreas Hochecker
Früher Elektro-Hilfskraft, heute Leiter des firmeninternen Schulungssystems „Kreutzpointner-Akademie“ in Burghausen: Andreas Hochecker (links) bei der Elektrotechnik-Praxis von Kreutzpointner-Auszubildenden. (Foto: Koch)
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