Newsarchiv 2011

Regionale IT-Kompetenz vom Mittelstand für den Mittelstand

Mühldorf/Burghausen, 3. Februar 2011 - Die Unternehmen der Wirtschaftsregion Inn-Salzach und des ChemDelta Bavaria setzen zunehmend auf das Know -how regionaler IT-Dienstleister, die damit die bisher dominierenden großen Systemhäuser aus den Ballungsgebieten ablösen. Wie beispielsweise die in Mühldorf ansässige ESD Dienstleistungsgruppe, die von der IT-Fachabteilung der Burghauser Firma Elektro Kreutzpointner ihre Server-Landschaft in Verbindung mit einem zentralen Datenspeicher erneuern ließ.  

„Wir wollten die EDV- und Netzwerktechnik in der Mühldorfer Konzernzentrale für unsere Unternehmensgruppe auf den höchstmöglich aktuellen Stand bringen“, erklärt Maximilian Kammermeier Junior, Geschäftsführender Gesellschafter der ESD Dienstleistungsgruppe. Das Mühldorfer Unternehmen wurde vor mehr als 60 Jahren als Wach- und Schließgesellschaft Georg Kammermeier KG gegründet und verfügt heute über rund 1.000 Mitarbeiter, die sich im Dienstleistungssektor auf die Bereiche Sicherheits- und Gebäudedienste, Personal- und Bahnservice in Deutschland und Österreich konzentrieren.

Die weitverzweigten Dienstleistungsaktivitäten in zwei Ländern erfordern eine optimale IT-Infrastruktur für Verwaltung und Kommunikation: „Zehn Jahre lang wurden wir hier von einem Münchner Systemhaus betreut. Die Dienstleistung für die EDV-Technik unserer Serverlandschaft, mehrheitlich basierend auf LINUX, erzeugte eine hohe Abhängigkeit und hohen Kostenaufwand“, sagt Sonja Garbe, Buchhaltungsleiterin und verantwortlich für die EDV bei ESD in allen Standortorten. Ein Bericht in Heimatwirtschaft der Passauer Neuen Presse machte die ESD-Verantwortlichen auf die junge IT-Fachabteilung von Elektro Kreutzpointner in Burghausen aufmerksam: „Weg von Linux, zurück zu Windows, und das alles mit einem in der Nähe befindlichen kompetenten IT-Dienstleister aus dem Mittelstand, das waren unsere wichtigsten Beweggründe für die Projektvergabe an Kreutzpointner“, so Maximilian Kammermeier.  

Vernetzung von Standorten und Home-Office-Plätzen
Das Kreutzpointner-Projekt für ESD beinhaltete die Erneuerung der Serverlandschaft mit Windows Server 2008 R2, in Verbindung mit einem zentralen Datenspeicher (SAN). „Umgesetzt haben wir dies mit der Virtualisierungslösung von Microsoft Hyper-V, wobei Active Directory, File- und Exchangeserver sowie Terminalserver Bestandteile waren“, informiert Stefan Kurz, Leiter der mittlerweile zehnköpfigen IT-Fachabteilung bei Elektro Kreutzpointner. Außerdem nahmen die Burghauser IT-Spezialisten eine Vernetzung der ESD-Standorte und der Home-Office-Plätze in Mühldorf, München und Güstrow über das Internet via Site-to-Site VPN mit Sonicwall vor. Alle mobilen Mitarbeiter von ESD wurden zudem mit einer SSL-VPN Lösung von Sonicwall versehen. „Das Konzept wurde gemeinsam mit ESD durch Kreutzpointner erarbeitet und umgesetzt“, so Kurz.

Maximilian Kammermeier  und Sonja Garbe sind begeistert: „So eine leise und unkomplizierte Umstellung haben wir bis dato nicht erlebt!“ Neben der nunmehr erhöhten Systemsicherheit, bei gesunkenen Infrastrukturkosten durch die Reduzierung von vorher 15 Servern auf nur noch zwei, sei der Support-Umfang und damit der Kostenaufwand extrem reduziert worden. Ein weiterer Mehrwert sei die Vereinfachung des neuen Systems: „Wir können nun selbst einfache administrative EDV-Probleme bereinigen. Durch die Nähe zu Burghausen können wir aber auch im Notfall physikalische Hardware-Probleme sehr schnell auch außerhalb der üblichen Bürozeiten von Kreutzpointner beheben lassen“, sagt Garbe.

Regionale Firmen bevorzugen regionale IT-Dienstleister
„Eine unserer wesentliche Stärken ist die Implementierung von Windows 7 mit dem kompletten Microsoft-Systemumfeld und Windows Server 2008 R2, da sind wir Vorreiter durch die Einführung in unserer eigenen Firmengruppe im Jahr 2009“, erklärt Stefan Kurz. Dies gelte auch für den Bereich Telekommunikation, wo Kreutzpointner mit Faxserver-Lösungen und Swyx-Softwaretelefonanlagen oder als „Vodafone Business Gold Partner“ Kostenvorteile für mobile Datenlösungen per UMTS-Breitband-Technologie oder beim Mobilfunk an die Kunden weiterreichen könne. „In diesem Bereich sind wir derzeit auch für Konzerne wie die Rieger-Gruppe oder die Gemeinde Kirchweidach tätig“, sagt Kurz. Ähnlich wie bei vielen anderen regionalen IT-Dienstleistern punkte man mit solchen Vorteilen gerade vor Ort bei kleineren und mittleren Firmen verschiedenster Branchen: „Unser Kundenspektrum erstreckt sich von Ingenieurbüros über Steuer- und Rechtsanwaltskanzleien, Fachgeschäfte und Kommunen, bis hin zu Fertigungsbetrieben mit über 500 Mitarbeitern – bei allen gibt es eine übereinstimmende Resonanz, dass regionale IT-Dienstleistungen bei entsprechender Kompetenz gegenüber den Wettbewerbern aus weiter entfernten Ballungsgebieten bevorzugt werden!“
mko
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Weg von überregionalen IT-Systemhäusern aus den Ballungsgebieten hin zum IT-Know-how vor Ort in der Region“, wie zum Beispiel Kreutzpointner aus Burghausen: (von links) Sonja Garbe und Maximilian Kammermeier von der ESD Dienstleistungsgruppe mit Firmensitz in Mühldorf bei einer Projektbesprechung mit Stefan Kurz, Leiter der EDV bei Kreutzpointner.
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Abdeckung der gesamten IT-, Weitergabe der Vorteile auch an externe Kunden“: Stefan Kurz, (links), Leiter der IT-Fachabteilung bei Elektro Kreutzpointner, mit einem Teil des zehnköpfigen Teams.
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