Meilenstein AMAG-Warmwalzwerk: Größter Einzelauftrag der EKA-Geschichte wurde erfolgreich gemeistert

Ranshofen, September 2014. Die AMAG hat am 9. September 2014 in Ranshofen das neue Warmwalzwerk erfolgreich in Betrieb genommen. Damit setzte die AMAG ihren wichtigsten Meilenstein im Zuge der Großinvestition von insgesamt 220 Millionen Euro plangemäß um. Und damit wurde auch für die EKA ein neuer Meilenstein gesetzt, denn während der rund eineinhalb Jahre Bauzeit rund um die ganze elektrotechnische Ausstattung des Warmwalzwerkes konnten unsere Ranshofener Kreutzpointner-Spezialisten unter der Projektleitung von Ulrich Stockner den bisher größten Einzelauftrag der EKA-Geschichte erfolgreich meistern. 

Das herausforderungsvolle Projekt wurde selbstständig ausgearbeitet und angeboten sowie unter der Bauleitung von Josef Rothenbuchner mit dem Auftragsumfang in einstelliger Millionenhöhe abgewickelt. In der „heißen Phase“ wurde die Baustelle mit rund 22 Monteuren betreut (Elektriker, Schlosser, Kabelzieher, LWL-Spleißer).

Die Baustelle wurde Anfang April 2013 gestartet. Eine ganze Reihe elektrotechnischer Grundvoraussetzungen für das Großprojekt mussten vom EKA-Team geschaffen werden, wie z. B. die  Baustromversorgung,  die Installationen für die Zutrittskontrolle sowie für Dreh- und Schiebetore, die EDV-Anbindung bzw. strukturierte Gebäudeverkabelung sowie die Stromversorgung für rund 90 Büro-, Kantine- und Sanitärcontainer mit LWL-Anbindung.

Mit der Halleninstallation wurde Mitte Juni 2013 gestartet und im April 2014 beendet. Der Hauptaufrag bewegte sich schon im niedrigen einstelligen Millionenbereich, „durch die gute Zusammenarbeit mit diversen Fremdfirmen konnten aber auch noch Nebenaufträge in sechsstelliger Höhe dazu gewonnen werden. Weitere Folgeaufträge werden den endgültigen Montageabschluss wohl erst im Januar 2015 herbeiführen“, informiert Josef Rothenbuchner. 

3,9 Kilometer Weitspanntrasse in bis zu 18 Meter Höhe montiert
Eine besondere Herausforderung war die Montage der zweistöckigen komplett rundumlaufenden Weitspanntrasse (3.900 m in einer Höhe von rund 12 bis 18 m bei nicht befestigtem Boden). Dabei kamen vier Hubsteiger für eine Montagehöhe bis 28 Meter zum Einsatz. Ebenso stellten die weit über 100 Kilometer Kabel, die teils in dieser Höhe verarbeitet wurden, ein besonderes „Schmankerl“ dar. Aber auch der nahtlose Übergang vom Hoch- und Tiefbau zum Anlagenbau gestaltete sich schwierig, da zu diesem Zeitpunkt ca. 450 Arbeiter auf dem Gelände waren und viele Gewerke gleichzeitig zu bedienen waren.

„Es war in jedem Fall eine herausragende Leistung des Montageteams vor Ort“, lobt Josef Rothenbuchner. Die Arbeit mit dem Kunden AMAG, aber auch mit anderen Gewerken, sei sehr positiv zu bewerten. „Unterm Strich eine tolle Baustelle, die trotz einiger Herausforderungen in positiver Erinnerung bleiben wird!“

Was das neue Warmwalzwerk für die AMAG bedeutet
Die Expansion erhöht die Kapazität der AMAG für die Herstellung von Aluminiumplatten sowie warmgewalzten Blechen um 50%. Damit einher geht eine Erweiterung des Produktspektrums zu größeren Dimensionen und eine stärkere Ausrichtung auf hochfeste Spezialprodukte. So werden künftig Walzprodukte mit einer maximalen Breite von 2.300 mm sowie Platten mit einer maximalen Dicke von 150 mm angeboten. Diese neuen Produkte finden unter anderem Anwendung in den für die AMAG wichtigen Wachstumsbereichen Luftfahrt, Transport und Maschinenbau insbesondere in Windkraftanlagen.


Direkt neben dem im September in Betrieb gegangenen AMAG Warmwalzwerk (Fläche entspricht drei Fußballfeldern, hat eine Länge von über 470 Metern und eine Breite von über 100 Metern) ist bereits die nächste Großinvestition geplant (Fläche blau unterlegt): Hier soll laut AMAG für über 300 Millionen Euro ein neues Kaltwalzwerk entstehen, das nach aktueller Planung 2017 in Betrieb genommen werden soll.(Foto: AMAG)