2014 bisher bestes Jahr für die Elektro Kreutzpointner Austria (EKA) in Ranshofen - Vollauslastung für 2015 erwartet


Vollauslastung 2014 und auch die nächsten Jahre werden dem EKA-Standort Ranshofen – hier ein Teil des bis zu 30köpfigen Teams – Dank der weiter expandierenden Werksfirmen zu herausforderungsvollen Projekten verhelfen.


Ranshofen, Januar 2015. Seit 1999 Jahren betreibt die Elektro Kreutzpointner Firmengruppe einen festen Standort an Österreichs größtem Aluminium-Werksverbund in Ranshofen und blickte Ende 2014 auf das beste Jahr seit Bestehen zurück: An die 600 Einzelaufträge wurden komplett selbst abgewickelt. „Wir bleiben wie das gesamte abgelaufene Jahr auch in den nächsten Monaten in Vollauslastung“, freuen sich Standortleiter Uli Stockner und sein Stellvertreter Jürgen Scheitzeneder. Ein nächstes Projekt-Highlight steht an, denn die AMAG sieht schon die nächste Großinvestition vor: 300 Millionen Euro für ein neues Kaltwalzwerk, das nach aktueller Planung 2017 in Betrieb genommen wird.

Zu 90 Prozent sind die EKA/Ranshofen-Projekte wieder für die großen Werksunternehmen AMAG, BORBET, AMST, SSR und HAI abgewickelt worden. Der seit Frühjahr 2013 laufende Großauftrag in einstelliger Millionenhöhe für die elektrotechnische Ausstattung des neuen AMAG-Warmwalzwerkes (220 Mio. Euro Investition) wurde 2014 abgeschlossen, es laufen allerdings noch weitere Folgeaufträge bis voraussichtlich in den Januar 2015. Aber auch außerhalb Ranshofens ist das EKA-Team erfolgreich zugange: So wurde z. B. im MAN-Motorenwerk in Steyr im Auftrag der Firma Endres & Hauser Messtechnik GmbH eine hochspezifische Pipeline-Messanlage installiert: Michael Wimmer als Projektleiter vor Ort nahm mit zwei EKA-Kollegen die komplette Elektrotechnik, Verkabelung und die Unterstützung zur Inbetriebnahme vor. Die so genannte „Visio-Diesel-Pipeline“ ermöglicht die Messung des Treibstoffverbrauchs von Motoren im Dauertestbetrieb – „der Auftrag war für uns technisch sehr herausforderungsvoll“, betont Ulrich Stockner, der das Projekt insgesamt leitete.

Elektrotechnische „Spezialitäten“ für Werk Ranshofen
Für die Aluminium verarbeitenden Firmen im Werk Ranshofen wurden neben dem generellen Instandhaltungs- und Wartungsgeschäft sowie dem individuell auf die Bedürfnisse des Werksverbunds abgestimmten eigenen Bau von Schaltanlagen (mit ein bis zwei eigens dafür abgestellten EKA-Mitarbeitern) auch wieder einige „Spezialitäten“ von der EKA ausgeführt. Unter anderem eine Datenverkabelung für WLAN-Accesspoints, die der Teile-Verfolgung in den Produktionsprozessen und damit der laufenden Optimierung der Anlagen-Prozesse dienen. Auch eine Prozessüberwachung mit Videotechnik wurde installiert. „Außerdem erhielten wir einen Rahmenvertrag für die Instandhaltung und Wartung von zwei Schmelzöfen“, informiert Uli Stockner.

Eine regelmäßig wiederkehrende Herausforderung für die EKA in Ranshofen ist von Mitte Dezember bis Anfang 2015 die Abstellung und Modernisierung von Produktionsanlagen im Werk, diesmal die „QL“-Anlage, eine Art riesiger Blechschere: „Wir müssen die komplette Elektrotechnik der Anlage – 20 Schränke, vier Pulte, 31 Klemmkästen und neun bis zehn Kilometer Kabel – zunächst demontieren und anschließend nach dem neuesten Stand der Technik wieder montieren. Dabei werden wir auch eine Prozessüberwachung mit Videokameras einbauen“, so Stockner. Zusätzlich zur Tagesarbeit werden dafür zehn Nachtschichten mit rund 16 Mitarbeitern nötig sein, damit die Anlage Ende der ersten Januarwoche 2015 wieder in Betrieb gehen kann.

Neues AMAG-Kaltwalzwerk bereits in Planung
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Warmwalzwerks im September arbeitet die AMAG bereits an der nächsten Investition – einem über 300 Millionen Euro umfassenden Kaltwalzwerk, das nach aktueller Planung 2017 in Betrieb genommen wird. Mit dem Kaltwalzwerk sowie Wärme- und Oberflächenbehandlungsanlagen wird die Gesamtkapazität des Walzwerkes in Ranshofen auf über 300.000 Tonnen pro Jahr verdoppelt. Es werden weitere 250 Arbeitsplätze geschaffen. EKA-Geschäftsführer Karl Spitzwieser hofft zusammen mit dem Ranshofener EKA-Team wieder auf eine Beteiligung an diesem zukunftsweisenden Projekt für das Werk und die ganze Region.

Direkt neben dem im September 2014 in Betrieb gegangenen AMAG Warmwalzwerk (Fläche entspricht drei Fußballfeldern, hat eine Länge von über 470 Metern und eine Breite von über 100 Metern) ist bereits die nächste Großinvestition geplant (Fläche blau unterlegt): Hier soll laut AMAG für über 300 Millionen Euro ein neues Kaltwalzwerk entstehen, das nach aktueller Planung 2017 in Betrieb genommen werden soll.(Foto: AMAG)