Elektroinfrastruktur und Installation für erweiterte Lackieranlage von Borbet Austria


Zuerst mussten zwei Quadratkilometer Halle freigeräumt werden, dann konnte mit der Elektroinstallation – hier im Bild – der neuen Borbet-Lackieranlage begonnen werden. (Foto: Borbet)


Ranshofen, November 2014. Ende Januar 2014 beschloss Borbet Austria, Hersteller von Aluminium Gussrädern für die europäische Automobilindustrie, an ihrem Werk in Ranshofen den Bau einer neuen Lackieranlage. Seit Anfang April laufen die Arbeiten auf Hochtouren, Borbet investiert insgesamt 19 Millionen Euro. Ein bis zu achtköpfiges Team von Jürgen Scheitzeneder, Bauleitung EKA-Industrietechnik Ranshofen, und des Bauleiters vor Ort, Mark Schulze, stemmt den herausforderungsvollen Elektroinstallationsauftrag im sechsstelligen Euro-Bereich bis in den Dezember.

Die Arbeiten für die neue Lackieranlage begannen bereits im März dieses Jahres mit dem Schaffen der notwendigen Aufstellungsflächen für die Anlage. 2.000 Quadratmeter Hallenfläche wurden dafür freigeräumt und die darin befindlichen Maschinen in andere Bereiche übersiedelt. Es folgte die Erstellung der elektrischen Infrastruktur für die Container der beteiligten Montagefirmen. Als „Highlights“ folgten die Hauptanspeisungen aller Anlagenteile sowie ein neuer I-NET-Ring mit Anbindung.

Bis in den Herbst waren bereits 13 Schaltschränke und Verteiler im EKA-Schaltschrankbau  in Ranshofen gebaut und zur Borbet-Baustelle geliefert worden. „An Kabeln und Leitungen wurde bis dato bereits die Strecke Burghausen-Ranshofen verlegt“, sagt Scheitzeneder.

Die Elektroinstallation der Brandmelde- und Löschanlage für die komplette Anlage stellt für das EKA-Team eine besondere Herausforderung dar. Diese wird gemäß Vorgaben mit doppelt geschirmten Leitungen verkabelt, was immer wieder kurzfristige Sonderlösungen in Absprache vor Ort erfordert, da die beigestellten Komponenten oft nicht dafür ausgelegt sind.

Die Implementierung der Anlage in den Produktionsablauf erfolgt zurzeit im laufenden Betrieb mit reger Beteiligung der EKA. Noch im Dezember dieses Jahres soll die Produktion aufgenommen werden. Dem kompletten Team unter der Bauleitung von Mark Schulze wird dadurch einiges abverlangt, da die gewohnte Zuverlässigkeit und Qualität auch im Tagesgeschäft nicht leiden darf. „Bereichsübergreifende Flexibilität und Zusammenhalt sind dafür das beste Werkzeug, das uns zur Verfügung steht“, betont Jürgen Scheitzeneder.